Zeckenstich erkennen

Während des Blutsaugens wächst der Zeckenkörper

Ixodes ricinus-Weibchen beim Saugakt in menschlicher Haut

Zeckenstiche sind leicht zu erkennen, wenn sie bemerkt werden. Die Zecke verbleibt mehrere Tage auf der Haut, um Blut zu saugen. Der Zeckenstich bleibt während des Saugvorgangs schmerzfrei, da die Zecke eine schmerzstillende Substanz in die Stichstelle injiziert. Diese Eigenschaft macht es der Zecke möglich, unbemerkt auf der Haut zu verweilen. Zu Beginn des Saugvorgangs ist eine Zecke nur wenige Millimeter groß. Während des Zeckenstichs nimmt der Zeckenkörper an Volumen und Größe zu, so dass die Zecke spätestens nach einigen Stunden durch die Größe auffällt.

Eine Zecke sollte immer so schnell wie möglich von der Haut entfernt werden, da eine mögliche Übertragung von Krankheiten wie Borreliose mit der Dauer des Saugens ansteigt. Nach der Entfernung der Zecke kann sich an der Stichstelle eine Quaddel bilden. Außerdem kann der Zeckenstich zu einem starken Juckreiz führen. Sollte es zur Übertragung der Krankheitserreger (Borrelien) gekommen sein, kann eine Hautrötung auftreten, die auch als Wanderröte bezeichnet wird. Diese breitet sich zunächst gleichmäßig um den Zeckenstich aus. Der innere Bereich verblasst und der rote, oft tastbare Rand bleibt meist deutlich sichtbar. Die Hautrötung erreicht einen Durchmesser von bis zu 8 cm, umwandert die vom Zeckenstich betroffenen Körperstellen und zieht dabei von der Stichstelle weg.

Auch ohne eine Übertragung von Erregern kommt es zu einer lokalen Entzündungsreaktion um die Stichstelle des Zeckenstichs. Am Stichkanal selbst bleibt für lange Zeit ein Bluterguss bestehen, der sich mit der Zeit dunkelbraun bis schwarz verfärbt. Diese Blutergüsse sind naturgemäß bei Stichen von Larven und Nymphen viel kleiner im Durchmesser als bei lang andauerndem Saugen der ausgewachsenen Zecken.