Krankheiten durch Zeckenbisse

eine gefangene Zecke

Zecken übertragen FSME-Viren und Borreliose-Bakterien

Manche Zecken übertragen durch ihren Speichel, den sie in ihren Wirt injizieren, Viren und Bakterien. Die bekanntesten Krankheiten durch Zeckenbisse sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, und Borreliose.

Wer sich mit FSME infiziert hat, bekommt zunächst grippeähnliche Symptome mit Kopf- und Gliederschmerzen und Fieber. In weiteren Krankheitsverlauf befällt das Virus das zentrale Nervensystem. Das Virus kann sich unterschiedlich stark ausgeprägt, von Gehirnhautentzündung bis hin zu einer Gehirnentzündung, äußern.
Nur etwa jeder Fünfte hat jedoch Krankheitssymptome nach einer Infektion. Betroffen sind vor allem auch ältere Menschen. Für sie gilt FSME als eine sehr gefährliche Krankheit. Die Forscher sind sich darüber uneins, warum die Krankheit nur bei manchen Personen ausbricht. FSME kann meistens geheilt werden, nur in einem Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Allerdings kommt es bei sieben Prozent der Infizierten zu bleibenden Schäden.

Zecke als Krankheitsüberträger

Werden FSME und Borreliose früh erkannt, ist die Heilungschance sehr groß

Eine Infektion mit Borreliose durch einen Zeckenbiss kündigt sich häufig durch die Wanderröte, einen roten Kreis rund um die Einstichstelle der Zecke, an. Die Symptome der Borreliose sind vielfältig und selten eindeutig. Häufig wird auch bei dieser Krankheit von grippeähnlichen Symptomen berichtet. In einem späteren Stadium der Krankheit können die Borreliose-Bakterien Hirnhautentzündungen, Lähmungen (vor allem im Gesicht), Gelenkentzündungen und Herzbeschwerden auftreten.
Man geht davon aus, dass die Bakterien erst relativ spät im Saugprozess von der Zecke auf den Menschen übertragen werden. Deswegen sollte der betroffene Wirt schnell die Zecken entfernen, um die Gefahr einer Borreliose einzudämmen.
Borreliose ist im frühen Stadium mit Antibiotikum behandelbar. In einem späteren Stadium können Komplikationen bei der Behandlung auftreten.

Durch einen geeigneten Schutz vor Zecken, minimiert man auch das Risiko einer Krankheit. Wenn man richtig angezogen ist oder ein Repellent benutzt, mit dem einen die Zecken nicht „riechen“ können, ist die Gefahr eines Zeckenstiches wesentlich geringer.

Bildquellen: © jkirkhart35 / flickr.com (oben), © dr_relling / flickr.com (unten)

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